Manchmal ist das Leben wirklich verrückt. Innerhalb von einem Jahr haben es sowohl der jetzige Mieter als auch sein Vormieter über mir geschafft, das Wasser laufen zu lassen und damit einen nicht unerheblichen Wasserschaden zu verursachen.
Die Konsequenz ist, dass ich nun zum zweiten Mal Trocknungsgeräte und dieselben Handwerker in meiner Wohnung habe, die den Schaden beheben.
Dass das alles andere als lustig ist, weiss jeder, auch die Gesunden. Denn die Lärmbelästigung, der Dreck und der Aufwand sind lästig und belastend.
Was aber toll ist: Ich kann an dieser absurden Situation so gut sehen, wie Lernen geht und wie gut es der Seele tut, die Abläufe zu kennen und auf eigene Erfahrungen zurückgreifen zu können.
Denn natürlich bringt mich der gesamte Vorgang auch beim zweiten Mal an die Grenzen und darüber hinaus. Aber ich bin orientiert. Es überrascht mich nicht mehr. Ich kann mir in diesem Vorgang vertrauen, denn ich habe alles, was jetzt kommt, schon einmal erlebt und kennengelernt, und ich weiss so, was als Nächstes passiert. Das gibt mir innere Haltekraft und ein Quäntchen mehr Gelassenheit als beim ersten Mal.
Der Vergleich zwischen den Ereignissen macht mir so deutlich, wie wichtig für die innere Ruhe das Vertrauen in die eigenen Fähigkeiten und Erlebnisse ist – und wie entscheidend es dafür ist, eine sichere Orientierung zu haben. Und die ist der Schlüssel zum Leben. Denn es geht nicht um Kontrolle, sondern um Orientierung. Wer die hat, lebt und bleibt beweglich!
