Ein grosser Ferienwunsch meines Sohnes war, dass wir ins Schwimmbad gehen!
Voilà, am Samstag vor Ferienende war es dann soweit. Mit einem Freund sind wir los – strategisch eher in den Mittag rein, in der Hoffnung, dass es dann nicht voll und damit auch nicht so laut ist.
Die Jungs hatten riesig Spass, und ich habe es tatsächlich auch genossen, auf meiner Poolnudel sitzend, schwerelos durchs warme Wasser zu schweben. Zumindest so lange, bis ich aus dem Wasser ging.
Denn dann kam das unglaubliche Erwachen – der Realitätscheck. Mit voller Wucht habe ich meine Schwäche bzw. meine Schwere zu spüren bekommen. Die mich tragende Kraft des Wassers war weg, und ich habe es im ersten Moment tatsächlich kaum geschafft, mich aufrecht zu halten. Wie ein nasser Sack wurde ich zum Boden gezogen.
Es war so ein krasses Erlebnis, und ich habe schlagartig begriffen, wie es tatsächlich so ist – dass es mich schon erschöpft, einfach nur aufrecht irgendwo herumzulaufen.
Natürlich konnte ich mich gleich wieder raffen und extra Kräfte mobilisieren, aber die Deutlichkeit, in der ich verstanden habe, dass ich mich nie entspannt tragen kann, weil mir dafür die Kräfte fehlen, werde ich nicht vergessen – und liege seither mit einem viel grösseren Verständnis für mich in meinem Bett.
