In einem ME/CFS-Haushalt – selbst in einem, der von der Grundanlage her recht organisiert ist – sammeln sich über die Jahre Unmengen von Dingen an.
Einen dieser Orte habe ich gestern aufgeräumt. Zum ersten Mal seit vier Jahren.
Es ist die Altpapier-/Papiertüten-Ecke in meiner Küche. Das Altpapier findet recht regelmässig zumindest seinen Weg in den Keller, die Papiertüten aber werden einfach immer mehr. Gestern war also der Moment gekommen, diese zu sortieren.
Die Evolutionsstufen der Saner-Apotheken-Tüten haben mich richtiggehend begeistert. Und das nicht nur, weil ich ein Faible für Papiertüten habe, sondern weil sie zeigen, wie sehr die Saner Apotheke Teil meines Lebens geworden ist.
Es ist nämlich tatsächlich so, dass es sich fast schon so anfühlt, als würde man alle paar Wochen auf der Arbeit in eine andere Abteilung gehen. Vier Jahre lang ein-, zwei- oder dreimal im Monat dort hinzugehen, bringt mit sich, dass man sich irgendwie kennt.
Man weiss, wenn jemand eine neue Frisur hat, wenn es neue Mitarbeitende gibt oder wenn jemand schon lange nicht mehr in der Filiale war. Und es ist einfach schön zu erfahren, dass Mitarbeitende echt mitfühlen und an jeder Entwicklung der Krankheit ganz ehrlich interessiert sind.
Eine gute Apotheke ist so unglaublich viel wert, wenn man chronisch krank ist und doch recht viele Medikamente nehmen muss. Was die Mitarbeitenden alles mitdenken und hinterfragen – und die Menschlichkeit, mit der sie ihren Job machen – sind kleine Gold-Nuggets in einem so reduzierten Leben wie meinem.
