Wenn das Leben einen zwingt, wenn sich einfach etwas ändert und man mitgehen muss, ob man will oder nicht, dann zeigt sich sehr viel darüber, wer man tatsächlich ist und wer man vielleicht noch werden könnte.
Wenn ich solche Haufen auf der Strasse sehe, dann beelendet es mich immer, denn es gehört ja in eine Biographie. Die Sachen gehörten mal zu jemandem, und wenn diese nun einfach so entsorgt sind, hat etwas kein Ende gefunden, denn dazu gehört eben auch, dass Dinge nicht einfach so am falschen Ort liegen.
Denn die Welt hat eine Ordnung, auch wenn man sie nicht immer kennt oder nicht die Kraft hat, diese zu respektieren. Fakt ist, dass, wenn man etwas nicht mit Anstand zu Ende bringt, es einem nachrennt – in der einen Form oder der anderen.
Meine Krankheit hat mich zu vielen kleinen und grossen Abschieden gezwungen, und ich erlebe, wie wichtig es ist, Dinge ganz bis zu Ende zu tragen, sie in voller Anerkennung loszulassen, dafür zu sorgen, dass alles an seinem rechten Platz ist.
Denn wenn man diese Ordnung einlösen kann, dann ist man frei. Dann ist ein Bogen gemacht, alles hat seinen Platz, man hat sich entschieden und ist damit im Herzen frei.
