Unglaublich, wie sehr mich die neue Ordnung, die sich durch das neue Schuljahr ergibt, an meine Grenzen bringt. Und es ist so krass, wie der Reigen der Symptome wieder schriller wird – und ich dadurch erst merke, dass es ja doch irgendwie besser war, ohne dass ich es bemerkt hätte, da es immer noch so weit von einem irgendwie gesunden Normal entfernt ist.
Ich schleppe mich also durch die Tage – und ich bin dabei so dankbar, dass ich doch noch so viel tragende Struktur habe und inzwischen dieses Auf und Ab der Kräfteverhältnisse und Symptome so gut kenne, dass ich es bei aller Pein schon fast mit Gleichmut ertragen kann.
Und auch wenn meine so reduzierten Alltagsabläufe gerade eine eher erratische Konfiguration haben und einfachste Vorgänge – wie die Spülmaschine auszuräumen – plötzlich drei Anläufe brauchen, weil ich mich ständig verzettle, das Nächste anfange und vergesse, was ich gerade getan habe, bleibt in mir das Vertrauen, dass ich auch diesen Moment überstehen werde.
Ich werde meine Baseline wiederfinden, und ich werde mich auch nicht im aktuellen Chaos verlieren. Denn auch wenn meine Kräfte des Bewusstseins nicht ausreichen und ich zu schwach für den Tag bin, habe ich meinen inneren Raum, in dem ich ganz ICH bin – und das ist alles, was es in Momenten wie diesen wirklich braucht.
